Deutsche Meisterschaft 24-Stunden MTB-Rennen am Alfsee

Am vergangenen Wochenende wurden am niedersächsischen Alfsee die deutschen Meisterschaften im 24-Stunden Mountainbike-Rennen ausgetragen. Das VC Racingteam war mit einer 4er-Mannschaft bestehend aus Felix Reidelbach, Rainer Beck, Stefan Seyfried und Tibor Spiecker am Start.

Bei Sonnenschein und etwas über 10°C fiel pünktlich um 14 Uhr der Startschuss für alle Teilnehmer. Den Anfang für unser Team machte Felix Reidelbach. Leider musste er sich aufgrund einer Startposition im hinteren Teil des Feldes in der ersten Runde noch an zahlreichen Fahrern vorbeischieben, bis er Vollgas geben konnte. Nach zwei gefahrenen Runden übergab er auf Platz vier liegend planmäßig an Stefan Seyfried. Schnell zeigte sich dass die beiden führenden Univega Teams aufgrund sehr starker Fahrer ihr eigenes Rennen fuhren. Felix schaffte es aber zeitgleich mit dem auf Platz 3 liegenden Team Tus Bramsche zu wechseln, wodurch wir uns durchaus berechtigte Hoffnungen einen Podestplatz machen konnten.

Nach gut zwei Rennstunden und zahlreichen bangen Blicken auf das Wetter begann der lange angekündigte Regen und sorgte somit schnell für schlechtere Bedingungen auf der Strecke und kontinuierlich langsamer werdende Rundenzeiten. Nachdem alle unserer Fahrer einmal für je zwei Runden auf der Strecke waren, wurde klar, dass der dritte Platz aus eigener Kraft kaum zu schaffen war, da der Rückstand langsam aber stetig anwuchs.

Nach gut zehn gefahrenen Stunden wurden wir kurz hintereinander durch zwei Defekte aufgehalten. Erst fiel Rainers Lampe aus und er musste eine halbe Runde absolvieren, ohne wirklich zu sehen, wo er hinfuhr, dann wurde Tibor Spiecker durch einen Schaltungsdefekt gestoppt. Etwa einen Kilometer vor der Wechselzone riss sein Schaltwerk mitsamt Schaltauge ab und er musste seine Runde zu Fuß beenden. Von nun an hatte auch Betreuer Paul Auerbach ein sportliches Programm vor sich. Denn für vier Räder standen auf einmal nur noch drei Schaltaugen zur Verfügung und Paul schraubte eines davon abwechselnd an Tibors und Stefans Rad. Tibor konnte so im gewohnten Rhythmus wieder in das Renngeschehen eingreifen. Der Rückstand auf Platz drei wuchs durch diesen Zwischenfall auf gut 15 Minuten an.
In der Nacht entschied das Organisationsteam dann, die teilweise kaum noch fahrbare Strecke etwas zu entschärften. Eine Passage von 20 cm tiefem Schlamm, die von Rainer bereits auf den Namen „Kaugummiweg“ getauft worden war, wurde von nun an umfahren.
Gegen 3 Uhr Nachts wurde das Rennen dann sogar aufgrund der anhaltenden Regenfälle und zahlreicher Unfälle an den aufgeweichten Dammüberfahrten von der Rennleitung unterbrochen. Ein Neustart war für 8 Uhr vorgesehen. Für unsere Fahrer hieß das, so schnell wie möglich unter die Dusche, einige Reparaturen durchzuführen und dann ab ins Bett.

Das Rennen wurde dann wie geplant neugestartet. Die Rennleitung nahm jedoch die schwierigsten Streckenabschnitte aus dem Rennen. Dadurch entwickelte sich die Strecke zu einem sehr schnellen Kurs, was die Rundenzeiten wieder zusammenschmelzen ließ. Bereits bei seinem ersten Einsatz am Morgen war es wieder Tibor Spiecker, welcher vom Pech verfolgt war. Kurz nach der Wechselzone ging an seiner Schaltung nichts mehr und er musste sich für den Rest des Rennens das Rad mit Rainer Beck teilen.

An Rainer lag es dann auch die letzte Runde des Rennens für unser Team in Angriff zu nehmen und kurz nach 14 Uhr am Sonntag auf einem guten vierten Platz über den Zielstrich zu fahren. Der dritte Platz ging mit einer Runde Vorsprung an die Tus Bramsche und der Platz hinter uns an das Team Allgäuer Unchained mit ebenfalls einer Runde Rückstand. Als wir dann noch erfuhren, dass unsere Konkurrenten ohne jeden technischen Defekt durch das Rennen gekommen waren, stand fest: Wir werden im nächsten Jahr wieder am Start stehen und den Angriff auf das Podium wagen.

Alle Fahrer und Betreuer waren mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und können stolz auf die erste Teilnahme des VC-Racingteams an einem 24h-Rennen zurückblicken. Wir bedanken uns bei unserem Sponsor Citröen Häussler für das zur Verfügung gestellte Fahrzeug sowie bei unseren Betreuern Conny, Sandra und Paul, die während des gesamten Wochenendes für das leibliche Wohl der Fahrer und die Wartung der Räder gesorgt haben.

Bilder vom Rennen

Unsere Sponsoren